Über mich

Ich bin Anna und schreibe den Blog hippie-mama. Inspiriert wurde ich von zwei Freunden, denen aufgefallen ist, dass ich so manche Sachen etwas anders mache. „Davon müssen andere Familien erfahren!“, haben sie gesagt. Ja, stimmt. Somit reihe ich mich ein und stärke die Mamabloggerszene mit anderen Sichtweise und einem alternativen Lebensweg.

Meine Geschichte

Ich hielt die Auszeichnung in der Hand und ließ mich fotografieren. Die Verteidigung meiner Masterarbeit lag schon einige Monate zurück, genauso wie mein Schwangerschaftstest. Schockiert und mit entgeistertem Gesicht saß ich damals auf der Toilette und starrte auf das kleine Röhrchen, welches mir zwei kleine Striche zeigte. Mein Plan war es einen Job zu finden, mindestens ein Jahr zu arbeiten und dann schwanger zu werden. Ich wollte mich zunächst auf dem Arbeitsmarkt etablieren, Geld verdienen, und die doch so wichtige Arbeitserfahrung sammeln.

Eine muede Frau im ersten Trisemester ihrer Schwangerschaft

Ich bin müde. Das erste Trisemester meiner Schwangerschaft schafft mich sehr. Übelkeit ist ein ständiger Begleiter, selbst die Lust am Tanzen fehlt mir in dieser Phase.

Als meine Frauenärztin meine Schwangerschaft bestätigte, stiegen so einige düstere Gedanken in mir auf. Ich verliere meine Unabhängigkeit, tönte es schrill in meinem Kopf. Ich werde nie einen Job finden nach meiner Elternzeit, gesellte sich als dominierender Gedanke dazu. Ich war hoffnungslos perspektivlos. Und versank mit jedem weiteren Tag tiefer im Dunst der Zukunftsängste.

Selbst die positiv verlaufenden Bewerbungsgespräche konnten keine Abhilfe verschaffen, denn keiner dieser Stellen lag nur annähernd in der Nähe meines Wohnortes. Und ein Umzug kam nicht in Frage. Ich machte mich klein und kleiner bis ich zu dem Schluss kam mich freiwillig zu betätigen. Auch das war nicht so einfach, da ich als überqualifiziert eingestuft wurde. Nur eine Frau war bereit mich freiwillig arbeiten zu lassen. Mayoori – eine begeisterte Unternehmerin mit Biss, die bereits einen Bioladen und eine Kochschule gegründet hatte, stellte mich ein. Ich begann also in einer veganen Kochschule zu arbeiten. Für Umme. Ein halbes Jahr lang. Bis ich hochschwanger in den Mutterschutz ging und darauf wartetet, mein erstes Kind zu Hause zu gebären.

Ich in meiner ersten Schwangerschaft

Mit der Geburt von Anton habe ich den ausgetretenen Trampelpfad verlassen:

  • Ich war mit meiner Familie – als Anton drei Monate alt war – in Tunesien.
  • Ich habe mit meiner Familie neun Monate lang in einem Campervan gelebt. Gemeinsam sind wir in den Iran und wieder zurückgereist.
  • Wir sind in eine Hauswohngemeinschaft gezogen.
  • Ich habe angefangen mich selbstständig zu machen.
  • Ich habe mit meinem Mann Philipp einen leeren Transporter ausgebaut und in ein wohnliches und gemütliches Wohnmobil verwandelt.
  • Ich habe mein zweites Kind – unsere Tochter Merle – zu Hause geboren.
  • Ich bin mit meiner vierköpfigen Familie in unseren Campervan gezogen.
Meine Kinder und ich

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt. (Dante Alighieri)

Als Philipps Verlängerung der Elternzeit genehmigt wurde, haben wir das WG-Zimmer in unserer ehemaligen Wohngemeinschaft abgegeben. Und leben nun in unserem selbstausgebauten Wohnmobil und sind fulltime Vanlifers, wie unsere dänischen Freunde sagen würden.